27.04.2022

2 x Gegenwartslyrik im Fokus

Wie funktioniert eine hör- und sichtbare Gegenwartslyrik unter den Bedingungen von Lockdown und Screenverdammnis? Welchen Status hat die Stimme eines*r Autors*Autorin im Online-Lesungsvideo? Und welche soziale Funktion haben Gedichtperformances auf YouTube? Eine erste Annäherung an diese Fragen versuche ich in der Wiener Digitalen Revue.

Der Workshop 'Zum Wert des Gedichts' betrachtet die Lyrik erstmals (?!?) auf dem Weg über die Literaturkritik. Lyriker*innen, Literaturkritiker*innen und Perspektiven aus der Wissenschaft verbinden sich in einem innovativen Workshop des Graduiertenkollegs Gegenwart / Literatur.
Hier geht's zum Programm.

15.03.2022

Wir tagen durch!

Am 31.03. und 01.04. findet unsere Tagung 'Loriot und die Bundesrepublik statt'. An zwei Tagen diskutieren Beitragende aus  Linguistik, Geschichte, Medienwissenschaft, Germanistik, Soziologie und Ethnologie, wie sich das seltsam zeitlose Werk des Humoristen Loriot auf seine Gegenwart beziehen lässt. Neben dieser überfälligen Historisierung des vielgestaltigen Œuvres sollen auch Techniken und Strategien des besonderen Loriot-Humors untersucht werden.

Interessierte sind herzlich eingeladen, sich zur Konferenz anzumelden (die Teilnehmer*innenzahl ist aufgrund geltender Hygienebestimmungen leider nach oben begrenzt).

Hier geht's zu Plakat und Programm!

Hier lässt sich unsere öffentliche Podiumsdiskussion anschauen.

08.03.2022

Gespräche im Winter, Teil 4: Frauen Lyrik in Freiburg

Mit Nicole Seifert darf ich am 10.03.2022 mit Abstand, aber erfreulicherweise in Präsenz über Autorinnen sprechen. "Angefangen bei der Schullektüre zeigt Nicole Seifert mit „Frauenliteratur“ (KiWi, 2021), wie Strukturen an den Schaltstellen von Universitäten, Verlagshäusern und Redaktionen weibliches Schreiben lange Zeit abgewertet und verdrängt haben." (Ankündigungstext des Literaturhauses Freiburg) Wir sprechen mit der Lyrikerin Carolin Callies. 

11.01.2022

Cornelia Goethe Colloquium

Die Cornelia Goethe Colloquien sind ein offenes Diskussionsforum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung. Im laufenden Wintersemester befasst sie die von Martina Wernli organisierte Reihe mit Kanonprozessen (#breiterkanon). In diesem Zusammenhang spreche ich unter dem Motto Kanon machen. Preise, Institutionen, literarische Gattungen mit Sandra Vlasta am 12.01.2021 über ihre Forschung zu Tendenzen in der Vergabe von Literaturpreisen sowie über Kanonisierungsprozesse in der Lyrik. Die Veranstaltung wird von Esther Köhring moderiert und wird im Anschluss an das Webinar auf YouTube archiviert.

07.12.2021

Podcasts 

Erneut wird der universitäre Unterricht ins Digitale verlegt und wieder fordert jeder Tag das inzwischen unschön vertraute Abwägen zwischen sozialen Kontaktbedürfnissen und Hygienestandards. Das bedeutet auch: Wieder einmal ist Zeit reif für Podcasts. Mit Bernhard Hiergeist durften Claudia Hillebrandt und ich über unsere Zugänge zu Loriot sprechen - nachzuhören im Podcastformat Setup/Punchline. Mit Heinrich Detering, Philip Kurz und Katharina Borchardt diskutiere ich hier über die Arbeit der Wüstenrot Stiftung, die nicht nur die von mir zusammengestellte Anthologie Frauen │ Lyrik großzügig unterstützt hat, sondern eine Reihe von großartigen Autorinnen-Editionen fördert. 

05.10.2021

Workshop | Enter Literature 

Der Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft geht weiter: Beim Workshop Enter Literature. Formen der Literaturpräsentation in Theorie und Praxis am 21. und 22. Oktober in Berlin darf ich begründen, warum ich glaube, dass jede Gedichtlesung eine Performance ist und warum uns beim Gegenstand Gedicht Begriffsklauberei im Verstehensprozess wirklich weiterbringt. 
Meiner Position darf erfreulicherweise Martina Hefter widersprechen. Ich freue mich auf konstruktive und nicht zuletzt performative Streitgespräche!

01.10.2021

Abschlusstagung der Germanistischen Institutspartnerschaft Göttingen/Tartu

Am 14. und 15. Oktober findet die digitale Abschlusstagung der gemeinsamen Doktorand*innenschule der germanistischen Institute in Tartu und Göttingen statt. Die vom DAAD geförderte Kooperation besteht in unterschiedlichen Formaten seit 2008. Unsere Doktorand*innen werden seit 2018 in beiden Instituten betreut und präsentieren nun die Ergebnisse ihrer Forschung. Weitere assoziierte Forschende aus Tartu und Göttingen stellen vor, in welchem Verhältnis ihre Arbeit zum namensgebenden Dachkonzept der Semiosphäre steht, das der Tartuer Kulturwissenschaftler Juri Lotman entwickelt hat. Terje Loogus und ich tragen erste Gedanken zu estnischen Gedichten auf dem Portal lyrikline.org bei.

Hier geht's zum Programm der Tagung! Interessierte sind herzlich eingeladen!

05.07.2021

Gespräche im Sommersemester 2021, Frauen Lyrik in Stuttgart, Leipzig und München

Im Sommersemester diskutiere ich Herausforderungen und Ziele meiner Anthologie Frauen │ Lyrik  mit Studierenden in Stuttgart (Forschungskolloquium von Torsten Hoffmann), Leipzig (Seminar Deutschsprachige Lyrikerinnen von Dieter Burdorf) und im Rahmen eines Dialogexperiments zwischen Praxis und Wissenschaft in München mit Christian Metz und  Matthias Kniep, Konferenz eins: zum andern. Die wichtigste Frage bleibt dabei, wie eine Anthologie Dynamiken der Kanonisierung für und gegen den Kanon nutzen kann. Ich freue mich auf anregende Gespräche.

01.05.2021

Mehr Lametta: Tagung 'Loriot und die Bundesrepublik'

In der Auseinandersetzung mit Vicco von Bülows vielfältigem Werk im Zusammenhang mit dem kürzlich erschienenen TEXT+KRITIK-Heft zu Loriot haben sich für uns, Claudia Hillebrandt und mich, neue Fragen ergeben, denen wir noch etwas genauer nachgehen wollen. Die Fritz-Thyssen-Stiftung fördert unsere Tagung 'Loriot und die Bundesrepublik' im März 2022 und wir freuen uns auf niveauvolle und gewitzte Diskussionen.

Hier geht's zum Call for Papers.
Hier und hier finden sich aktuelle Funkbeiträge zu Loriot unter der Beteiligung von Claudia Hillebrandt und Anna Bers.

28.04.2021

Erschienen: Aggregatzustände der Lyrik


Noch immer wird die Lyrik nicht als schrifttextliche und gleichermaßen performative Gattung wahrgenommen; 

die Forschung zur Lyrik-Performance wird zwar zunehmend relevanter, aber Lektüren und Theorien, die beiden Arten, Gedichte zu konzeptionalisieren, in den Blick nehmen, sind weiterhin eher die Ausnahme. Anhand performativer Darbietungen von Nora Gomringer und Martina Hefter möchte ich vorführen, was passiert, wenn man das gleiche Gedicht  sowohl als Performance als auch als Schrifttext analysiert und welchen Mehrwert eine solche Herangehensweise für  Lyrikologie und Analysepraxis bietet.

Hier geht's zum Artikel.

19.04.2021

Erschienen: TEXT+KRITIK Bd. 230, Loriot


"Eine wichtige Nachricht von Professor Pirkheimer!"

Neuneinhalb Texte über den ewigen Loriot, die ich mit Claudia Hillebrandt zusammenstellen durfte, sind ab sofort bei TEXT+KRITIK einzusehen.

Mehr Infos zu den einzelnen Beiträgen gibt es hier.
 
"Krawehl, krawehl!" 

11.04.2021

Erschienen: Über die Angst der Studierenden vor Gedichten

Dass Studierende der Germanistik und anderer Philologien im Rahmen ihrer Ausbildung interpretieren, dürfte so selbstverständlich sein, wie die Tatsache, dass ein naturwissenschaftliches Studium Experimentieren und ein philosophisches Argumentieren voraussetzt. Anders als in der schulischen Didaktik wird jedoch die Interpretationspraxis in der akademischen Lehre selten reflektiert. Stefan Descher, Tilmann Köppe und Thomas Petraschka fragen im aktuellen PhiN-Beiheft nach den interpretationstheoretischen Voraussetzungen eines germanistischen Literaturunterrichts. Mein Essay befasst sich in diesem Zusammenhang mit konkreten Vorurteilen und Ängsten, die Germanistik-Studierende erfahrungsgemäß mit der Gattung Gedicht verbinden.

17.03.2021

Gespräche im Winter, Teil 3: Frauen Lyrik in Göttingen

Die aus bekannten Gründen entfallene Diskussion zum Thema Frauen │ Lyrik mit Peer Trilcke (Potsdam) und der Schauspielerin Imme Beccard im Literarischen Zentrum Göttingen wird am 18.03.2021 nachgeholt und kann hier per Stream verfolgt werden. Damit endet der Winter, wie das Jahr beonnen hat: mit ausgesucht klugen Fragen und fabelhaften Rezitationen, die bekannte und unbekannte Lyrik zum akustischen Erlebnis machen.

10.03.2021

Deutscher Frühling in Tartu


Im Rahmen des 'Deutschen Frühlings' und des europäischen ENLIGHT-Netzwerks findet  am 23. und 24. März die digitale Konferenz The Impact of Digitisation on Internationalisation statt, bei der auch unsere Doktorandinnen mit einem Workshop zum hochaktuellen Thema „Geisteswissenschaftliches Promovieren und Forschen digital“ beteiligt sind. Die Konferenz ist die offizielle Eröffnungsveranstaltung des Saksa Kevad, des Deutschen Frühlings in Estland. Mit diesem jährlichen Festival feiern die Deutsche Botschaft und das Goethe-Institut in Estland die deutsch-estnischen Beziehungen. Im Jahr 2021 ist das Land Niedersachsen offizieller Partner und die Konferenz wird vom niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt. 

01.03.2021

Reise auf die Malediven (Corona- und Endzeitedition)


Dass die Klima-Apokalypse nicht mit Getöse kommt und welche Art von Kunst bei ihrer Bewältigung hilfreich sein könnte, berichtet Roman Ehrlich in einem Gespräch im Literarischen Zentrum Göttingen. Das im Winter entfallene und nun nachgeholte Gespräch über Ehrlichs großartigen, weil so verunsichernden wie sonderbar gleichmütigen Krisenroman Malé kann ab sofort hier als Stream abgerufen werden. 

16.12.2020

Kooperation Tartu-Göttingen verlängert!


Eine europäische Partnerschaft wie unsere Doktorand*innenschule, die vom gemeinsamen Forschen und Diskutieren, von Reisen und Gesprächen getragen wird, im Pandemiejahr 2020 mit Leben zu füllen, war eine Herausforderung. Dennoch war uns ein gemeinsamer Workshop im September beschert und zum Jahresende erreichte uns zudem eine erfreuliche Nachricht: Die Kooperation wird im Rahmen einer Germanistischen Institutspartnerschaft um ein Jahr verlängert. Für 2021 planen wir, ausgefallene Begegnungen angemessen nachzuholen 

30.11.2020

Gespräche im Winter, Teil 2: Frauen Lyrik in Berlin und Stuttgart


Digitale Diskussionen zum Thema Frauen │ Lyrik dürfen auch inmitten der Pandemie stattfinden und so freue ich mich am 12.01. mit Frieder von Ammon, Nico Binbaum, Safiye Can und Martina Hefter und im Literaturhaus Berlin zu Gast zu sein und am 15.01. - mit Ulrike Draesner und Insa Wilke - im Literaturhaus Stuttgart. Beide Veranstaltungen finden als Online-Format statt.

Das neue Jahr beginnt erfreulich und dialogisch!

03.11.2020

Gespräche im Winter: Das Programm des Literarischen Zentrums


Im aktuellen Programm des Literarischen Zentrums Göttingen darf ich gleich an zwei Abenden mit ebenso anregenden wie engagierten Gesprächspartnern zusammenkommen. Ich freue mich auf analoge Analysen jenseits der Videokonferenz!

Am 20.11. treffe ich Peer Trilcke (Potsdam) - wir sprechen über Frauen │ Lyrik. (Update: Das Gespräch muss aufgrund der aktuellen Lage bis auf Weiteres verschoben werden).
Am 21.01. moderiere ich ein Gespräch mit Roman Ehrlich, der seinen verunsichernden Krisenroman Malé vorstellt.

08.10.2020

Litlog wird zehn Jahre alt. 

Update: Ein Grund zum Feiern im Literarischen Zentrum - digital.


Das Online-Feuilleton Litlog.de wird bereits zehn Jahre alt. Seit 2010 haben 350 Autorinnen und Autoren die Plattform genutzt und derzeit greifen monatlich bis zu 20.000 Klicks auf die Seite zu. Das ist ein Grund zum Feiern. Die anlässlich des Jubiläums geplante und aus bekannten Gründen verschobene Podiumsdiskussion im Rahmen der Vorlesungsreihe Literaturvermittlung im digitalen Zeitalter konnte nun in Form eines Podacsts von und für Studierende nachgeholt werden.

Hanna Sellheim, unsere neue Redaktionsleiterin, und Oke-Lukas Möller sprechen mit der Literaturkritikerin Miriam Zeh und anderen Beteiligten über Chancen und Hürden auf dem Weg vom Studium zum Kulturjournalismus. Reinhören!

02.10.2020

Erschienen: Anthologie Frauen │ Lyrik

Ende September ist die von der Wüstenrot-Stiftung großzügig unterstützte Sammlung Frauen │ Lyrik erschienen. Auf  879 Seiten finden sich über 500 Gedichte und umfangreiche Paratexte (eine Gebrauchsanweisung, Biogramme zu allen Autor*innen sowie ein systematisierendes Nachwort). 


Reaktionen und Rezensionen sowie Radiostimmen zum Buch finden sich hier, hier und hier.

 24.09.2020

(Vorläufige) Bilanz der Doktorandinnenschule


Da im gegenwärtig letzten Förderjahr aufgrund der Corona-Pandemie alle Reisen und so auch die große Bilanzkonferenz der gemeinsamen DAAD-Doktorandinnenschule 'Dynamiken transkultureller Semiose' abgesagt werden mussten, fand am 24.09. ein von den Kandidatinnen vorbereiteter digitaler Abschlussworkshop statt. Betreuende, Doktorandinnen und Assoziierte machten von der Möglichkeit Gebrauch, wenigstens aus der Distanz die fortgeschrittenen Projekte zu diskutieren und – trotz allem optimistisch – über die Fortsetzung unserer seit 2008 bestehenden Partnerschaft nachzudenken.  

 11.08.2020

Gesucht und gefunden: Unterstützung für Litlog.de


Nach einem mehrjährigen Kampf um das Fortbestehen des Online-Feuilletons Litlog gibt es seit wenigen Wochen gute Nachrichten: Die Stelle einer wissenschaftlichen Hilfskraft, die das Tagesgeschäft unterhält, konnte auf dem Weg durch die Gremien in der Philosophischen Fakultät der Universität Göttingen gerettet werden.

Hier und hier finden sich Pressestimmen zum Fortbestehen von Litlog.

 11.05.2020

Neues zur Anthologie Frauen │ Lyrik


Im Reclam-Verlag erscheint im Herbst 2020 die von mir im Auftrag der Wüstenrot-Stiftung herausgegebene Anthologie Frauen │ Lyrik. Gedichte in deutsche Sprache. Dass und warum darin auch lateinische, französische, mittelhochdeutsche, englischsprachige und graphische Gedichte versammelt sind, wird übrigens im umfangreichen Nachwort erklärt.

Hier geht's zur Vorschau im Herbstprogramm des Verlags.

27.03.2020

Vorlesungsreihe Literaturvermittlung im digitalen Zeitalter (Anna Bers und Stefan Tetzlaff)


Literatur ist nicht einfach ‚da‘, sondern erreicht ihre Leser_innen immer schon in verschiedenen Vermittlungskontexten. In der Gegenwart steht Literaturvermittlung vor den besonderen Herausforderungen der Digitalisierung, die scheinbar etablierte Medien und Akteur_innen der Literaturvermittlung mit großen Veränderungen konfrontieren. Ein Schwerpunkt der aktuellen Vorlesungsreihe liegt darauf, den Teilnehmer*innen einige der vielfältigen Berufsmöglichkeiten im Bereich der Literaturvermittlung vorzustellen: Radiosender, Buchhandlungen, Online-Dienste, Archive, Institute und viele andere Institutionen sind an der Vermittlung von Literatur beteiligt. Im Rahmen der Reihe werden Vertreter_innen dieser und anderer Institutionen konkrete Einblicke in ihre Berufsfelder geben. Im Anschluss an jeden Vortrag wird es stets die Möglichkeit geben, Rückfragen zu stellen und mit den Vortragenden ins Gespräch zu kommen.

(Programm zum Download)

Achtung: Wegen des Corona-Virus werden die Beiträge digital zur Verfügung gestellt.

21.03.2020

Indiebookday


In der Quarantäne Gutes lesen und Gutes tun: Empfehlungen aus der Litlog.de-Redaktion zum Indiebookday, dem Tag der unabhängigen Verlage. Unabhängig und durchmischt ist auch mein Urteil zum preisgkönten Band 'Vogelwerk' von Henning Ziebritzki.

Hier geht's zum Artikel.

29.02.2020

Litlog wird zehn Jahre alt.
(K)ein Grund zum Feiern im
Literarischen Zentrum.


Das Online-Feuilleton Litlog.de wird bereits zehn Jahre alt. Seit 2010 haben 350 Autorinnen und Autoren die Plattform genutzt und derzeit greifen monatlich bis zu 20.000 Klicks auf die Seite zu. Das ist ein Grund zum Feiern. Gleichzeitig ist die Finanzierung der studentisch betriebenen Seite wieder einmal mehr als ungewiss. 

Über die Zukunft der Seite und die Bedingungen der Online-Literaturkritik diskutieren daher im Rahmen der Reihe ‚Literaturvermittlung im digitalen Zeitalter‘ Janet Boatin, Miriam Zeh, Frederik Eicks und Tanita Kraaz.

 

Achtung: Wegen des Corona-Virus wird die Veranstaltung verschoben.


24.02.2020

Anthologie Frauen │ Lyrik


Im Reclam-Verlag erscheint im Herbst 2020 die von mir im Auftrag der Wüstenrot-Stiftung herausgegebene Anthologie Frauen │ Lyrik. (Arbeitstitel). 

Die Sammlung nimmt vier Perspektiven auf Frauen │ Lyrik ein, die einander nicht nur harmonisch ergänzen, sondern auch produktiv widersprechen: eine Kanon-orientierte, eine literaturgeschichtliche, eine emanzipierte und eine nur am Text orientierte. Frauen │ Lyrik, das sind also erstens die wichtigsten, berühmtesten und meistgelesenen Gedichte von Autorinnen*. Das sind aber zweitens auch Texte von Autorinnen* aus der Literaturgeschichte, die so typisch für eine bestimmte Epoche sind, dass sie etwa wegen fehlender Innovation niemals berühmt werden konnten. Drittens sind hier Texte versammelt, die eine im weitesten Sinne emanzipatorische Haltung gegenüber verschiedenen Bereichen von (weiblicher*) Marginalisierung einnehmen; darunter Gedichte, welche die Realität von Menschen einbeziehen, die nicht nur als Frau*, sondern auch aufgrund von Alter, Herkunft, Religion, politischer Einstellung, Sprache etc. verfolgt sind und sich lyrisch Gehör verschaffen wollen. Schließlich und viertens versammelt dieser Band Gedichte von Autor*innen aller Geschlechter, die textuell eine weibliche Perspektive darstellen.